Im Gespräch mit Wilhelm Tell Me!

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Erfreulicherweise konnten wir auch auf dem gestrigen Konzert der Band Wilhelm Tell Me ein Interview mit Sänger Henning ergattern… 😉

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Wie oben schon erwähnt, haben wir uns wirklich sehr gefreut, dass das mit dem Interview geklappt hat und müssen auch wirklich sagen, dass Henning total nett und sympathisch ist! Das nur mal vorweg..! 😉 Wie man in unserem Konzertbericht auch nachlesen kann (hier gehts zum Artikel), war das Konzert auch wirklich schön und auf jeden Fall empfehlenswert!

Hier aber jetzt das Interview:

Wie seid ihr zu eurem Namen gekommen?

Henning:

(lacht)…Es gibt ja verschiedene Gerüchte über unseren Namen, aber die ehrliche Version ist, ich wollte eigentlich einen Song so nennen. Ich bin in den Proberaum gegangen und hab gesagt hier…ich hab einen neuen Song, der heißt Wilhelm Tell Me, eigentlich als Anlehnung an den Song „Wilhelm das war nichts“ von Tomte, und den so ein bisschen auf’s Korn nehmen wollte. Dann meinte aber unser Schlagzeuger, nein Henning, das ist kein Songname, das ist garantiert unser Bandname. Ich dachte nur hä wieso das denn,  das ist doch voll der scheiß Bandname, da denkt man doch um Gottes Willen, was ist das denn für ne Kackdeutsche Band.. (lacht)  Aber dann hab ich nochmal ein bisschen darüber nachgedacht und eigentlich passte der dann ziemlich gut, weil wir ja kein Major Label oderso haben, wir haben noch nicht mal irgendein anderes Label, sondern wir haben das Ganze selber irgendwie aufgezogen. So,  Wilhelm Tell Me alleine gegen alle, gegen die großen Major Mächte, das war dann irgendwie ganz witzig. Außerdem wollten wir einen Namen haben wo man international weiß, die kommen doch vielleicht aus Deutschland.

…und dann war es um uns geschehen und wir hießen leider Gottes Wilhelm Tell Me! Aber es ist eigentlich ganz witzig, weil man eigentlcih überall damit auffällt und die Leute denken auf jeden Fall erstmal, um Gottes Willen, Wilhelm Tell Me, was ist das für Musik?

 Wie seid ihr zu eurer Musik/Musikrichtung gekommen?

Henning:

Eehm…die Musikrichtung… joa, weiß ich gar nicht, das macht man halt einfach. Ich bin 2009 nach Hamburg gezogen, weil ich in Münster fertig studiert hatte und dachte, ich mache die ganze Zeit schon Musik, und jetzt nach dem Studium will ich einmal probieren das durchzuziehen. Hab mir so ne Deadline gesetzt, ok ein Jahr lang versuche ich jetzt immer Musik zu machen, Leute zu finden und zu gucken, dass ich nur das mache. Und dann habe ich tatsächlich eine Anzeige gegeben, in einem furchtbaren Internet Band Netz, wo Musiker so Kleinanzeigen aufgeben können, und hab einfach nach Leuten gesucht. Da haben sich dann natürlich hundert Metalkids gemeldet, die irgendwie Metal Bands machen wollten, und tatsächlich unser Bassist und unser Schlagzeuger. Naja und dann haben wir uns getroffen, sind in Proberaum gegangen und dann hatte ich so ein paar Songideen, die ich so ein bisschen vorgestellt habe, und dann war relativ schnell klar, wir machen es etwas elektronischer , dann probten wir es und dann kam das dabei raus. Das sucht man sich ja nicht unbedingt aus, das passiert dann einfach.

Habt ihr irgendwelche Bands/Musiker, die euch beeinflussen?

Ja, also beeinflussen tut einen ja irgenwie alles… ich würde sagen uns beeinflusst von Phoenix bis One Republic natürlich alles was man so hört, das ist ganz klar. Wir haben jetzt aber nicht so eine bestimmte Band, der wir nacheifern. Klar, man hört Sachen, man  verarbeitet es irgendwie, bewertet was von den Anderen, findet man das gut? sind da Elemente integriert, die man auch selber verwenden könnte? Einen Schellenkranz zum  Beispiel (lacht), oder ein Stanton auf der Bühne. Und dann wurstelt man da halt sein eigenes Ding…

Wie lange macht ihr schon zusammen Musik? 

Henning:

 Also zusammen, seit Anfang 2010.

 Ihr habt ja beschlossen in nächster Zeit kein Album zu veröffentlichen, sondern einzelne Singles. Hat das einen bestimmten Grund? 

 Henning:

 Das hat einen Grund, und zwar wollen wir eigentlich nicht so auf ein Album hinarbeiten, dass konzeptmäßig machen und dann rausbringen, weil die Leute kaum noch Alben hören, sondern eigentlich immer nur einzelne Songs, die ihnen gefallen. Wir würden ganz gerne mehr so schauen, was gerade passiert, welche Songs wir schreiben, und wenn einer dabei ist, der uns richtig gut gefällt, dann bringen wir den halt raus. Wenn wir hundertprozentig dahinter stehen, dann wollen wir aber auch, dass wir den promoten, als wäre es der wichtigste Song, weil wir den gerade geschrieben haben. Normalerweise ist es ja so, du schreibst die Songs nacheinander und dann bringst du ein Album raus, und dann schmeißt man 5/6 songs weg und dann sind die halt in irgendeiner Reihenfolge und manche finden kaum Beachtung und man selbst vergisst sie auch irgendwie, die gehen einfach unter und das finden wir eigentlich schade. Deswegen machen wir nur noch Singles, und zwar von Songs, die wir hundertprozentig mega gut finden. Es gibt keine Songs, die irgendwie Lücken auf dem Album füllen müssen, sondern nur noch alle 6-8 Wochen, nächstes Jahr, ein Song, der kommt dann richtig raus und dann gibts, vielleicht nicht zu jedem, aber zu vielen auch ein Musikvideo.Dann läuft das so natürlich und hat den großen Vorteil, dass die Aufmerksamkeit kontinuierlich bleibt. Du hast nicht ein Album, wo die Leute sagen „Oh ein Album von Wilhelm Tell Me“ und dann ist es wieder allen egal, sondern du bringst konitnurirlich Songs raus und die Leute sagen „Aha, das haben sie gerade geschrieben“. Man kann dann natürlich als Musikhörer sehen, wie die Band sich gerade in Echtzeit entwickelt. Das finde ich irgendwie ganz spannend, so als Experiment zu sagen, dass die Hörer sofort sehen, welche Abzeweigung nehmen die gerade, wie entwickelt sich das von Song zu Song. Ja das ist das Experiment und mal gucken, ob es gut geht.. 

Klingt auf jeden Fall gut! Wie ist es für euch zu wissen, dass Leute mit euren Songs Erinnerungen verbinden? 

Henning:

 Das ist natürlich super! Ich hab letztens noch bei Facebook gepostet, dass ich mich ein Jahr lang mit einem mp3-Wecker hab wecken lassen, mit dem Song „Oh Horatio“ von Tiger Lou, was einer meiner All-time Favorites ist, weil ich den so unfassbar schön finde! Wenn man dann natürlich hört, dass irgendwie andere Leute mit einem Song, den man selber geschrieben hat vielleicht eine ähnliche Erinnernung verbinden wenn sie den hören, irgendwie an eine Zeit in Berlin denken oder irgendwas, das macht einen natürlich schon glücklich, weil dann nicht alles umsonst war. Denn Songschreiben ist eine relativ einsame Sache, im Proberaum, und es ist oft auch eher nicht spaßig, sondern eigentlich nur Quälerei, wenn man mal ganz erhlich ist. Und wenn man das so hört, dann weiß man wofür man das macht und das ist schon sehr schön. 

 Wenn ihr ein Musikvideo dreht, habt ihr dann einen großen Einfluss darauf? 

 Henning:

 Ja, also du sprichst schon mit dem Regiesseur ab, was da gerade gedreht werden soll und hast natürlich auch einen gewissen Einfluss auf das Drehbuch, aber du willst ja auch nicht dem Regisseur, der das Drehbuch schreibt darein quatschen. Das ist ja schon seine Kunstform und nicht unsere. Insofern hat man da nicht wirklich einen Einfluss drauf, weil man den ja auch bezahlt (lacht), aber grundsätzlich haben wir da jetzt immer dem Regisseur relativ freie Hand gelassen, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Wir mögen manche Videos auch mehr als andere, aber das sind die Regisseure.

 Unser letzte Frage: Habt ihr noch eine Albumempfehlung für uns oder gibt es ein Album oder ein Lied, dass im Moment rauf und runter im Tourbus läuft? 

Henning:

 Lied auf jeden Fall. Ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, aber wir haben ja diese Playlist bei Spotify „Wilhelm Tell Me in the Tourbus“ und da kann man eigentlich genau sehen, was wir gerade im Tourbus hören, und die Leute können Vorschläge machen und damit natürlich Karten für unsere Shows gewinnen. Die Songs die wir gut finden nehmen wir auf, und hören die dann auch tatsächlich im Tourbus. Das ist natürlich ne Menge, also von dem gerade genannten „Oh Horatio“ bis „Toto“, oder was haben wir noch drauf…

Urban Cone habt ihr  glauben wir noch drauf. 

 Henning:

 Urban Cone – genau! 

 Über die haben wir auch gleich gebloggt, weil die uns auf Anhieb gefallen haben. 

 Henning:

Super Band,super Lied.Wir haben noch Satellite Stories, aus Finnland, ist auch eine großartige Band, die wir auch sehr mögen. Also da kann man auf jeden Fall sehr gut sehen, was wir gerade gut finden! 

Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei Hennig für das spontane Interview! 😉

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